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Nachfolgend ein Auszug aus dem Kapitel "Der Basodino-Gletscher", ISBN 978-3-89568-242-1
 

DER BASODINO-GLETSCHER: ÜBER DIE EWIGKEIT 

Ja, darüber möchte ich ein bisschen mit euch Menschen plaudern: über die Ewigkeit. “Ewigkeiten“ hat es gedauert, bis ein Mensch bereit war uns zuzuhören. Mit uns meine ich all die Wesenheiten, die von den Menschen normalerweise nicht angehört werden. Aber was bedeutet das schon, wenn nun die Zeit reif ist und die Menschen bereit zu glauben, dass es außer ihnen und vielleicht den Tieren noch andere Formen von bewussten Wesenheiten gibt. Ich habe euch viel, sehr viel zu erzählen.    

Gletscher entwickeln sich langsam. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, Wasser muss zu Eis gefrieren, und wir haben Zeit, viel, viel Zeit.  

Viele Menschen machen sich Gedanken, weil einige Gletscher nun allmählich wieder anfangen zu schmelzen, insbesondere die sogenannten Experten. Aber es ist wohl eher so, dass die Menschen sich Sorgen um sich selbst machen und nicht um das Wohl der Gletscher. Sie denken, es kann nichts Gutes verheißen, wenn die Gletscher schmelzen, von wegen Klimaerwärmung und so. Das ist ein großes Schlagwort bei den Menschen, die Klimaerwärmung, und ein großes Schreckgespenst. Als hätte es noch nie eine Eiszeit mit nachfolgender Klimaerwärmung gegeben. Ihr selbst habt Zeugnis in euren Museen von der letzten großen, euch bekannten Eiszeit. Sie fasziniert euch, ihr lernt darüber, und trotzdem ist sie euch vollkommen unreal, wie alles, was in euren Augen für euch schädlich sein könnte und deshalb aus eurer, mit Verlaub gesagt manchmal ein bisschen eingeschränkten Sichtweise, nicht sein darf.  

Ich will damit nicht etwa sagen, wir hätten momentan eine Eiszeit, beileibe nicht. Ich will auch absolut nicht bestreiten, dass sich die mittlere Temperatur auf dem Planeten möglicherweise etwas erhöht hat. Was ich sagen will ist, dass nichts auf immer gleichbleibend ist und dass Klimaveränderungen etwas ganz natürliches sind. Nur ist eine Klimaveränderung im Normalfall etwas, das sehr langsam vonstatten geht. Es gibt vieles, was darauf Einfluss hat, und die Ursachen für Klimaveränderungen auf der Erde sind nicht in jedem Fall nur auf der Erde zu suchen. Bei einer normalen, langsam sich entwickelnden Klimaveränderung haben Fauna und Flora Zeit, sich diesen Veränderungen anzupassen; es findet eine Evolution statt. 

Ganz anders sieht es aus, wenn eine Klimaveränderung aufgrund menschlicher Eingriffe stattfindet. Und das ist wohl zurzeit hauptsächlich der Fall. Das Gleichgewicht auf Mutter Erde ist eine sehr sensible Angelegenheit; ihr könnt es vergleichen mit dem Gleichgewicht in euren Körpern. Wenn euer Körper bzw. Organismus aus dem Gleichgewicht gerät, werdet ihr krank. So ist das auch mit unserem wunderbaren Planeten, unserer Mutter Erde. Wenn der Mensch dieses Gleichgewicht durcheinander bringt, wird sie sozusagen krank und es finden Verlagerungen statt, wo keine stattfinden sollten. Nehmen wir zum Beispiel die Bewässerung, die Venen und Adern, die den ganzen Planeten durchziehen. Wenn nun Teile dieser Venen und Adern gestaut und ausgetrocknet werden, wenn Wasser willkürlich für andere Zwecke verlagert wird, wenn die Zeiten und Orte, in denen Wasser fließt, verändert werden bzw. wenn der natürliche Fluss des Wassers gehemmt wird, ist das Gleichgewicht gestört. Dann wir haben sehr schnell Gebiete, die austrocknen und andere Gebiete, in denen zu viel Feuchtigkeit aufsteigt und entsprechend wieder niederkommt. Dass dies Einfluss auf die Temperaturen bzw. auf das gesamte Klima hat, dürfte sich somit von selbst verstehen. Und der Umgang mit den Gewässern ist nur ein Teil des Ganzen. Ebenso schlimm ist es, Wälder abzuholzen, die ebenfalls einen enormen Beitrag zum Gleichgewicht des Feuchtigkeitshaushaltes auf der Erde leisten.  

Solche durch menschliche Eingriffe verursachten Veränderungen finden sehr schnell statt und weder Fauna noch Flora haben Zeit oder auch nur eine Möglichkeit, sich den Veränderungen anzupassen. Diese Eingriffe sind kein langsamer, koordinierter Vorgang, sondern sie sind unberechenbar, unkoordiniert und schnell. Es ist kein natürlicher Vorgang und unsere Mutter Erde hat keine Möglichkeit, diese Eingriffe in irgendeiner Art zu kompensieren.  

Aber kommen wir zurück zu uns Gletschern, wobei ich nachfolgend von natürlich und nicht willkürlich von den Menschen verursachten Vorgängen spreche. 

Es gibt Zeiten, da bilden sich Gletscher, und es gibt Zeiten, da schmelzen Gletscher. Ein Gletscher ist ja nichts anderes als gefrorenes Wasser. Ein bisschen zu warm in meiner Umgebung wie diesen Sommer, Eis schmilzt zurück in seine flüssige Form und nährt einen Fluss oder einen See oder wo auch immer dieses Wasser dann hinfließt. Uns kümmert das nicht. Ein Gletscher ist zwar an sich eine Einheit, aber verloren geht nichts. Die Energie fühlt sich ein bisschen anders an, ob ein Wassertropfen flüssig oder kristallisiert ist, aber das ist auch schon alles. Wir haben zwar ein Bewusstsein, aber kein Ego. Und unser Bewusstsein steckt in jedem Wassertropfen, so wie bei euch Menschen in jeder Zelle. Wenn alles Wasser eines Gletschers geschmolzen ist, dann seht ihr zwar keinen Gletscher mehr, aber das Wasser ist immer noch da; es hat lediglich seine Form verändert. Nichts geht jemals verloren. Selbst wenn es noch wärmer wird und das Wasser verdunstet. Es geht in die Atmosphäre auf, verdichtet sich zu Wolken und wenn die Wolken steigen und es kühl genug ist, lassen sie das Wasser in Tropfenform wieder zur Erde rieseln. Nichts geht verloren. Das ist die Art der Ewigkeit. 

Wenn ein Mensch ein Bein verliert, oder einen Arm – das kommt ja vor – dann ist der Mensch auch nicht verloren. Und auch wenn er stirbt, das heißt wenn er seinen ganzen Körper verliert, dann geht wohl sein Ego aus diesem einen Leben verloren, aber doch nicht seine Energie, nicht seine Wesenheit, nicht die Bewusstseinseinheit, nennt es wie ihr wollt. Das ist ewig, das hört nie auf. Man kann nicht einmal sagen, das war von Anbeginn an so, denn Ewigkeit kennt keinen Anbeginn. Nichts geht jemals verloren, nur die Form kann sich verändern. Glaubt ihr, ihr seid während der letzten Eiszeit nirgendwo gewesen? Es hätte euch einfach nicht gegeben? Eure Bewusstseinseinheiten, eure Seelen oder wie immer ihr es nennen wollt?  

Was also ist das Problem, wenn ein bisschen Gletscher schmilzt, was, wenn ein ganzer Gletscher schmilzt? Ich sage es euch: das Problem ist euer schlechtes Gewissen. Euer schlechtes Gewissen und Angst vor Veränderung. Angst davor, dass eure gute Mutter Erde irgendwann eine Form annimmt, die für das Überleben von euch Menschen nicht mehr geeignet sein könnte.  

Wenn ihr begriffen habt, dass ihr Mutter Erde nicht lediglich für nachkommende Generationen lieben, ehren, schützen und erhalten sollt, sondern für alle auf der Erde vorkommenden Bewusstseinseinheiten; wenn ihr verstanden habt, dass einige oder sogar viele von euch selbst die kommenden Generationen sein werden, wenn ihr in ein neues Leben bzw. in einen neuen Körper eintretet; und wenn ihr ebenso verstanden habt, dass die Erde selbst ein lebendiger Organismus mit einem hoch entwickelten Bewusstsein ist, die zu schützen und dankbar zu lieben für euer Überleben unabdingbar ist, dann wird ein Umdenken stattfinden.....